Voodoo Jürgens – Nachholtermin für 27.5.2020 und 16.9.2020

Datum

11.06.2021

Einlass

Gelände-Einlass: 18 Uhr Zelt-Einlass: 19 Uhr

Beginn

20:00

Ort

Zelt-Festival, Lappersdorf

Freizeitgelände Pielmühle
für`s Navi:
Regendorfer Str. 26
93138 Lappersdorf

Preis Vorverkauf

26 € - Steh- bzw. Sitzplatzkarte (freie Platzwahl)

zuzüglich Vorverkaufsgebühr

Preis Abendkasse

30 € - Steh- bzw. Sitzplatzkarte (freie Platzwahl)

Nachdem Corona-bedingt sowohl der ursprünglich geplante Termin am 27.5.2020 sowie der Nachholtermin am 16.9.2020 leider nicht stattfinden konnten freuen wir uns nun auf diesen \“hoffentlich definitiven\“ Nachholtermin am Fr 11.6.2021 wieder beim Zelt-Festival in Lappersdorf ! ! !

 

Voodoo Jürgens

Schmäh ohne: als Ende 2016 „Ansa Woar“ das Debütalbum von Voodoo Jürgens erschien bekam es durch die Bank Lobeshymnen und Top-Bewertungen; gleichzeitig schrieben wohlwollende Medien wie der Musikexpress im aufmunternden Ton, dass diese Musik nun aber wirklich zu österreichisch, zu raunzend, zu fordernd, letztlich auch zu „leiwand“ sei, um von den goldenen Schallplatten der rund um diese Zeit durchstartenden und sehr breitenwirksamen österreichischen Erfolgs-Acts zu träumen.
Es kam anders; „Ansa Woar“ stieg – als wohl erstes österreichisches Indie-Album überhaupt – von null auf eins in die Verkaufscharts ein, holte im Rekordtempo Gold-Status und sorgte selbst beim deutschen Nachbarn für volle Hallen und klingelnde Kassen; und das eben ohne Anbiederung an Erfolgsformeln, ohne das Schielen auf Verkaufszahlen und Hörgewohnheiten, sondern durch klassische Mundpropaganda basierend auf dem Charisma eines beinahe gescheiterten und fünf vor zwölf aus dem Underground nach oben gespülten Hallodris.
Der Hype war berechtigt. „Ansa Woar“ entpuppte sich als einer der ganz großen Würfe der österreichischen Pop-Geschichte.
Nach drei Jahren Funkstille ist somit der Hunger nach neuem Voodoo-Material gigantisch; aber auch hinter der langen Wartezeit verbirgt sich keine Berechnung. Voodoo nahm sich die Zeit die es braucht, weil „auf muaß geht gar nix – es muaß sich ergeben“ wie er schlau im gespenstischen „Ohrwaschlkräuler“ postuliert.
Inzwischen steht ihm eine fantastisch eingespielte Band zur Seite, eine der besten des Landes, die Ansa Panier. Inzwischen ist er als Songwriter gereift und in die Liga eines Nino Mandl, also in den obersten Olymp kontemporären deutschsprachigen Liedermachertums aufgestiegen. Er ist nun selbstbewusster, klarer und artikulierter; weiß was er kann; das hört man der neuen Platte an.
Lässig serviert er Knaller wie den Titelsong (featuring der one and only Jazz Gitti) und „Kumma ned“ (featuring dem one and only Louie Austen), die dem Album zu Beginn auch gleich einen thematischen roten Faden verleihen, der immer wieder locker aufgegriffen wird, sich aber auch gern mal verläuft um
ungeschliffenen Juwelen wie „2l Eistee“ ihren Platz zum Strahlen zu geben.
„`S Klane Glückspiel“ gelingt das Kunststück „Ansa Woar“ nochmal zu toppen. Die Deep Cuts sind schöner, die Hymnen auf Underdogs und Scheitern ergreifender, die Hits geiler, der Schmäh schwärzer und das Gesamtwerk homogener, ausgereifter aber auch farbenfroher und dabei zwingender…
Bua, wie soll des weitergehen?